Einblick

Die Realschule als Schulform

Die Realschule führt als Schulform des allgemeinbildenden Schulwesens zu einem mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife). Sie baut auf einem vierjährigen Grundschulbesuch auf, dauert sechs Jahre und umfasst die Klassen 5 bis 10. Die Realschule sieht ihre besondere Aufgabe darin, den Schülern zeitgemäße Grundbildung zu vermitteln, die eine Basis für alle nachfolgenden allgemeinbildenden und beruflichen Bildungsgänge darstellt. Mit dem Realschulabschluss und einer sich anschließenden Berufsbildung werden in der Regel mittlere und gehobene Berufe angestrebt. Der Bildungsweg der Realschule ist in seinen Möglichkeiten bis hin zum Berufsziel überschaubar. Es ist ein in sich geschlossener Ausbildungsabschnitt, der bei entsprechender Qualifikation des Abschlusses, alle Möglichkeiten einer schulischen Weiterbildung offen hält. Zu diesen Möglichkeiten gehört z.B. der Besuch einer Fachoberschule mit dem Ziel eines Fachhochschulstudiums. Bei Erteilung des Qualifikationsvermerkes durch die Realschule ist der Besuch der Sekundarstufe 2 (Oberstufe des Gymnasiums) möglich. Den Qualifikationsvermerk erhalten im Landesdurchschnitt etwa 45% der Realschulabgänger. Die Quote an der Realschule Olpe-Drolshagen liegt bei etwa 30%.

 

Berufliche Möglichkeiten

Den Realschulabsolventen bieten sich mannigfache Berufsmöglichkeiten. Nach jüngsten Untersuchungen sind Realschüler vor allem in folgenden Berufsbereichen tätig:
  • Büro- und Verwaltungsberufe, Banken
  • Kaufmännische Berufe
  • Sozial- und Erziehungsberufe
  • Gewerblich- technische Berufe

Lernen auch außerhalb des Stundenplans

Die Entscheidung für eine ganzheitliche, reale Bildung und Erziehung des Kindes schließt das Verständnis für Lernen außerhalb des Klassenzimmers und des Stundenplanes mit ein. Die Realschule pflegt dieses Gedankengut in vielfältigen Aktivitäten, z.B. durch:
  • Schüleraustausch mit Frankreich (Kl.8,9)
  • Schülerbetriebspraktika in Klasse 9
  • Schulfeste
  • Schülerprojekte
  • aktive SV-Arbeit
  • Instrumentalkreis und Chor
  • gezielte Fördermaßnahmen

Was bietet die Stundentafel der Realschule?

Die Stundentafel umfasst in der Regel 18 Fächer mit bis zu 32 Unterrichtsstunden pro Woche, die nach der Jahrgangstufen gestaffelt sind und z.T. im Wechsel oder nach Neigung unterrichtet werden.

  • Religionslehre
  • Deutsch
  • Englisch
  • Erdkunde
  • Politik
  • Geschichte
  • Mathematik
  • Physik
  • Chemie
  • Französisch
  • Sozialwissenschaften
  • Musik
  • Kunst
  • Sport/Schwimmen
  • Textilgestaltung
  • Informatik
  • Biologie

 

Für wen ist die Realschule der richtige Weg?

Zum Ende der Grundschulzeit stellt sich für viele Eltern die Frage, für welchen Schultyp sich ihr Kind eignet und für welchen Beruf es in Frage kommt. Die Entscheidung für die Realschule wird oft durch den Wunsch bestimmt, dem Kind eine solide Allgemeinbildung mitzugeben. Dieser Grundstock soll Einmündungschancen in qualifizierte Berufe eröffnen, aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zur allgemeinen Hochschulreife bieten. Als Faustregel kann gelten:

Kinder mit durchschnittlich befriedigenden oder besseren Leistungen in der Grundschule schließen die Realschule meist erfolgreich ab. Andere wichtige Entscheidungskriterien sind die Lernbereitschaften und Motivation des Kindes sowie die Frage, ob die Grundschulleistungen selbstständig oder wesentlich durch die Mithilfe der Eltern oder Geschwister zustande gekommen sind. Erfahrungsgemäß sind Zeugnisnoten dann wenig verlässlich, wenn in der Grundschulzeit bereits das 3. oder 4. Schuljahr wiederholt oder gar Nachhilfe erteilt wurde.

 

Berufsaussichten für Realschulabsolventen

Die Realschule vermittelt die Fachoberschulreife (Sek. 1), die zu folgendem Bildungsgängen berechtigt:

  • Eintritt in einen qualifizierten Lehrberuf, der in Verbindung mit fachspezifischen Fortbildungen beruflichen Aufstieg ermöglicht.
  • Eintritt in die mittlere Laufbahn des öffentlichen Dienstes sowie in verantwortungsvolle erzieherische und soziale Berufe.
  • Besuch der zweijährigen Fachoberschule. Die Fachoberschule ist Vorraussetzung für die Aufnahme eines Fachhochschulstudiums.
  • Besuch der Höheren Berufsfachschule (Handelsschule) als Vorraussetzung zum Eintritt in gehobene Berufe in Verwaltung, Handel, Gewerbe und Industrie.

Ausbildung und Erziehung

Die Fähigkeit, im Team zu arbeiten, kommunikationsfähig zu sein und Einblick in die Denk- und Arbeitsweisen der modernen Informationstechnologie zu haben, gehört heute zu den meistgenannten Qualifikationen, die Berufsanfänger mitbringen sollten. Die Realschule hat sich dieser Forderungen mit modernen didaktischen Konzepten früh geöffnet, ohne bewährte Erziehungsziele und ethische Grundhaltungen zu vernachlässigen. Das Differenzierungsangebot ab Klasse 7 und die 2. Fremdsprache ab der Klasse 6 ergänzen das schulische Angebot in zeitgemäßen Weise.

 

Vielfältige Begabungen werden angesprochen

Die Realschule unterscheidet sich von anderen Schulformen dadurch, dass sie in Stoffauswahl, Lehr- und Lernmethoden die Aufgaben zu erfüllen sucht, die ihr Name ihr zuweist: Sie will lebens- und zeitnahe Allgemeinbildung vermitteln. Ihr besonderer Wesenszug ist nicht ein Bildungsmaterialismus formaler Prägung, sondern eine ganzheitliche Bildung, die junge Menschen befähigt, in unserer Gesellschaft Aufgaben zu übernehmen. Die breit gestreute Stundentafel erfüllt neben den Leistungs- gedanken auch die Aufgabe, unterschiedliche Begabungen anzusprechen. Eine solide Grundbildung in den Grundfertigkeiten und in den Naturwissenschaften ist der Realschule stets ein zwingendes Anliegen gewesen. Daneben hat sich die Realschule Olpe-Drolshagen aber auch im künstlerisch-musischen Bereich einen guten Namen gemacht.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. August 2014 um 14:05 Uhr

 


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